«In Kanada finden heute professionelle «MAiD-Konferenzen» statt – begleitet von Musik, Networking und Werbegeschenken. Es existieren inzwischen kommerzielle Angebote wie die «Be Ceremonial»-App, mit man sich für 10,99 Dollar eine MAiD-Zeremonie planen lassen kann. Solche Marketingstrategien verwandeln eine Tötung auf Verlangen in eine ästhetische «Lifestlye der Wahl». Der US-amerikanische Autor Wesley Smith beobachtet, dass Tötung auf Wunsch in Kanada mittlerweile als legitime Form der Schadensminimierung gesehen wird (National Review, 2023). Eine Umfrage aus 2023 ergab, dass 27 Prozent der Kanadier Euthanasie aufgrund von Armut und 28 Prozent aufgrund von Obdachlosigkeit für akzeptabel halten.»
Quelle: Debora Spiekermann. Den Todestag im Outlook-Kalender vorgemerkt: Wie Kanada die «Sterbehilfe» normalisierte. In: IMABE vom 12. Januar 2026 URL: https://www.imabe.org/bioethikaktuell/einzelansicht/den-todestag-im-outlook-kalender-vorgemerkt-wie-kanada-die-sterbehilfe-normalisierte