
Cyril Burt war bis 1963 Professor am Institut für Psychologie des University College in London. Unter mehr als 20 Pseudonymen – unter anderem «Margaret Howard» und «Joan Conway» – veröffentlichte er im «British Journal of Statistical Psychology», dessen Herausgeber er war, «wissenschaftliche» Untersuchungen mit gefälschten Daten, die angeblich «bewiesen», dass «Intelligenz», was immer das sein soll, «vererbt» sei. Angeblich – so der Gegenstand dieser «Intelligenzforschung» – habe Burt die Entwicklung eineiige Zwillinge untersucht, die in unterschiedlicher Umgebung aufwuchsen. Das «wissenschaftliche Ergebnis»: 80% der «Intelligenz» seien vererbt.
Der Psychologieprofessor Leon Kamin aus Princton USA, brachte den Stein ins Rollen. Er wies die statistischen Fehler Burts nach und deckte die Fälschung auf.