Leo Trotzki: Der Erste Weltkrieg als Geburtshelfer der «republikanischen Vereinigten Staaten von Europa, als Fundament der Vereinigten Staaten der Welt.»

1914/19 Zitatatuswahl Moritz Nestor

1914, Der Erste Weltkrieg als Vater der Globalisierung   Leo N. Trotzki. Der Krieg und die Internationale. In: Lenin, Trotzki. Krieg und Revolution, Schriften und Aufsätze aus der Kriegszeit. Grütlibuchhandlung  Zürich 1918, S. 1-84. Zitate hier nach: Deutscher, Isaac/Novak, Georg & Dahmer, Helmut (Hg.). Trotzki, Leo: Denkzettel. Politische Erfahrungen im Zeitalter der permanenten … Weiterlesen

Krieg ist ein dreckiges Geschäft – Bush-Familie verdient unmittelbar an US-Kriegen

24. Februar 2002 Moritz Nestor

Zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte steht der Vater eines amtierenden US-Präsidenten auf der Lohnliste eines der grössten international tätigen Rüstungsherstellers, der Carlyle-Group, und sorgt arbeitsteilig mit seinem Präsidenten-Sohn für fette Gewinne in die Tasche seiner Familie. «Die Carlyle-Group, nicht Bush regiert die USA.» Zu diesem Urteil kommt gemäss … Weiterlesen

Fragmente aus der Geschichte des Begriffs «Lebensqualität»

1998 Moritz Nestor

Die Würde des Menschen ist unantastbar   Das Bundesdeutsche Grundgesetz hat keine Bewertung menschlichen Lebens zugelassen. Nach der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts gibt es daher auch kein lebensunwertes Leben. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dieses Sittengesetz ist nichts anderes als die Aussage, dass jeder Mensch Achtung verdient, weil er zur … Weiterlesen

Oktober 1940: geplantes «Gesetz über die Sterbehilfe bei unheilbar Kranken»

Zusammenstellung der Dokumente Moritz Nestor

Quellen veröffentlicht in: Roth, Karl Heinz (Hg.). Erfassung zur Vernichtung. Berlin 1984   «Gesetz über die Sterbehilfe bei unheilbar Kranken» [Oktober 1940] «§ 1   Wer einer unheilbaren, sich oder andere stark belästigenden oder sicher zum Tode führenden Krankheit leidet, kann auf sein ausdrückliches Verlangen mit Genehmigung eines besonders ermächtigten Arztes … Weiterlesen

«… weil jeder Mensch nur durch Erziehung ein Mensch wird.» – Johann Gottfried Herders naturrechtliches Menschenbild

Oktober 2020 Moritz Nestor

Der Mensch ist kein «Mängelwesen» – Vernunft und Sprache «Vernunft, «hat Sprache erfunden … Erfindung der Sprache ist ihm so natürlich, als er ein Mensch ist!» (296) Die Menschen sind «die einzigen Sprachgeschöpfe», «die wir kennen, und sich eben durch Sprache von allen Tieren unterscheiden». (296) Man soll nicht «Tiere … Weiterlesen

Friede herrscht nicht, er muss gestiftet werden – «Die Menschenrechte leben»

Frühjahr 2019 Moritz Nestor

Zeit-Fragen erinnerte mit dem Leitartikel der Weihnachtsausgabe «Friede herrscht nicht, er muss gestiftet werden – 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte» an den siebzigsten Jahrestag der Proklamation der Allgemeinen Menschenrechte 1948. 2018 sollte nicht verstreichen, ohne jenes grossen Tages zu gedenken, wenn auch mit schwerem Herzen – und beschämt, was … Weiterlesen

«Aber sein Vaterland hat keiner verloren, der es nicht innerlich aufgibt» – Konrad Heidens Bericht über das Judenpogrom 1938

März 2017 Moritz Nestor

«Aber sein Vaterland hat keiner verloren, der es nicht innerlich aufgibt» – Konrad Heidens Bericht über das Judenpogrom 1938     Unklar ist warum. Aber erst 2013, fünfundsiebzig Jahre nach dem nationalsozialistischen Judenpogrom vom 9./10. November 1938 erscheint von Konrad Heiden (1901-1966) unter dem Titel «Eine Nacht im November 1938» … Weiterlesen

Wiedersehen mit der «schönen neuen Welt»

Moritz Nestor

Im „Journal of Medical Ethics“ (Heft 1, 2002) beklagt Julian Savulescu, ein Peter Singer Schüler und Vertreter der ‚liberalen Eugenik‘ aus Australien, die „fehlende Professionalität“ von Ethikkommissionen. Deren Mitglieder seien oft überhaupt nicht imstande, Studien beurteilen zu können, ja sie könnten nicht einmal die betreffende Literatur richtig prüfen. Savulescu fordert daher, die Sitze in den Kommissionen … Weiterlesen

Zitate zur «Euthanasie»

Zitatauswahl Moritz Nestor

Kardinal Faulhaber (München) am 4. November 1936 zu Hitler über die Zwangssterilisation von «Volksschädlingen» (z. B. Schizophrenen, manisch Depressiven etc. !) «Von kirchlicher Seite wird dem Staat nicht verwehrt, im Rahmen des Sittengesetzes in gerechter Notwehr diese Schädlinge der Volksgemeinschaft fernzuhalten. In diesem Obersatz sind wir uns einig. Wir gehen … Weiterlesen

Hitlers Leibarzt Karl Brandt während des Nürnberger Ärzteprozesses – die gleiche Argumentation wie heutige «Sterbehelfer»

Moritz Nestor

Hitlers Leibarzt Karl Brandt während des Nürnberger Ärzteprozesses – die gleiche Argumentation wie heutige «Sterbehelfer»   Patiententötung „kann unmenschlich aussehen. Es liegt dies aber in der Durchführung als solcher„, [1] weil zum Beispiel Angehörigen zwei Urnen mit der angeblichen Asche ihres verstorbenen Angehörigen zugeschickt worden seien. Das sei „bedauerlich, aber … Weiterlesen

Hitlers «Gesetz über die Sterbehilfe bei unheilbar Kranken» von 1940

Zitatauswahl Moritz Nestor

Die Erhaltung des Lebens von Menschen, die wegen einer unheilbaren Krankheit ein Ende ihrer Qualen herbeisehnen oder infolge unheilbar chronischen Leidens zum schaffenden Leben unfähig sind … [Weiterer Wortlauf unbekannt, sinngemäss: … ist mit den sittlichen Normen der Volksgemeinschaft nicht zu vereinbaren.] § 1 Wer an einer unheilbaren, sich oder … Weiterlesen

Nationalsozialistische ‚Tötungen auf Verlangen‘

Zitatauswahl Moritz Nestor

«Es ist wenig bekannt, aber die Institution, die ab August 1939 für die Tötung behinderter Kinder verantwortlich war, der „Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden“, organisierte auch Tötungen auf Verlangen. In Norddeutschland wurden sie in der Heil- und Pflegeanstalt Uchtspringe bei Stendal vollzogen.» Quelle: Aussage von Hans … Weiterlesen

Jürgen Horlemann, Führer der KPD in den 68er-Jahren: Wer ein «Parasit» ist, «dafür gibt es objektive Kriterien»

Zitatauswahl Moritz Nestor

«SPIEGEL: Sind Arbeitslager, wie Solschenizyn sie im Archipel GULAG beschreibt, für Sie ein Modell der Umerziehung? HORLEMANN: […] Wir sind der Ansicht, daß alle Parasiten, die auf Kosten des werktätigen Volkes leben, einer nützlichen Tätigkeit zugeführt werden müssen. SPIEGEL: Und wer ein Parasit ist, bestimmen Sie? HORLEMANN: Dafür gibt es objektive … Weiterlesen

Pol Pots Klassenkampf gegen die «Mikroben» – oder linke Eugenik

Zitatauswahl Moritz Nestor

«Im Jahr 1976 beispielsweise – ich spreche jetzt nur von parteiinternen Vorgängen –existierte, während wir die sozialistische Revolution vorantrieben, innerhalb der Partei eine Krankheit. Sie nahm ihren Anfang in der Zeit, als wir die Volksrevolution und die demokratische Revolution durchführten. Wir können sie nicht genau lokalisieren. Die Krankheit muß erst … Weiterlesen

Die Ideologen der Frankfurter Schule, Teil 3: Psychologie und Menschenbild

Moritz Nestor

Die Ideologen der Frankfurter Schule, Teil 3: Psychologie und Menschenbild   “Den Gegenwartsfanatikern und den ihnen zugesellten Zukunftsträumern haben wir das Bewusstsein der Vergangenheit entgegenzusetzen, vor ihnen haben wir die Zukunft zu retten, indem wir für sie die Werte retten, die jene der Gegenwart opfern möchten.” (Manes Sperber, Wie eine … Weiterlesen

«Erziehung zum Ungehorsam» oder woher kommt die Idee der «Selbstregulierung»?

Moritz Nestor

«Der Anspruch auf Selbstregulierung muss zur Erkenntnis der gesellschaftlichen Ursachen für die Unmöglichkeit führen, Selbstregulierung innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft voll zu realisieren. […] A. S. Neil ist zwar wesentlich durch Wilhelm Reich beeinflusst worden […]; doch Neil hat seine Praxis nicht als Teil einer politischen  Bewegung verstanden, er hat in … Weiterlesen

Sophie Dannenberg: «Das bleiche Herz der Revolution» oder: Von «stolzen Besitzern eines selektiven Gedächtnisses»

2004 Moritz Nestor

Sophie Dannenberg: «Das bleiche Herz der Revolution» oder: Von «stolzen Besitzern eines selektiven Gedächtnisses»   Die 31-jährige Sophie Dannenberg (Pseudonym), Jahrgang 1971, hat mit ihrem Roman Das bleiche Herz der Revolution eine Darstellung der Kulturrevolution von 1968 aus der Perspektive eines ihrer Opfer vorgelegt, der noch reden geben wird – … Weiterlesen

«Zuerst stürzt man sich ins Gefecht, das weitere wird sich finden.»

Moritz Nestor

  Lenin zum Verhältnis von Denken und Handeln     «Sie alle nennen sich Marxisten, fassen aber den Marxismus unglaublich pedantisch auf. Das Entscheidende haben sie absolut nicht begriffen: nämlich seine revolutionäre Dialektik … Unendlich schablonenhaft ist zum Beispiel ihr Argument, …dass wir für den Sozialismus noch nicht reif seien, … Weiterlesen

Woher kommen heutige Konstrukte von «sexueller Vielfalt» und Familienzerstörung?

Moritz Nestor

  Marx über die Familie Marx leugnet die anthropologische Grundgegebenheit «Familie»: «Es ist überhaupt nicht von ‚der‘ Familie zu sprechen.» Die Familie ist also keine natürliche Gemeinschaft. (MEW, Band 3, S. 164.) Die Arbeitsteilung in der Familie sei die Wurzel der gesellschaftlichen Arbeitsteilung. Die Arbeitsteilung wiederum sei die Ursache des Privateigentums, der Klassengesellschaft und der Ausbeutung. (MEW, Band 3, … Weiterlesen

Günter Amendt: «Jugend und Terror sind synonym» oder die Verweigerung des rationalen Diskurses

Moritz Nestor

Günter Amendt: «Jugend und Terror sind synonym» oder die Verweigerung des rationalen Diskurses   Eine der wichtigsten politischen Thesen der Studentenrevolte von 1968 war: Wir können und wollen nicht Antwort geben, wie wir uns eine klassenlose sozialistische Gesellschaft konkret vorstellen. 1968 ruft zum Beispiel der damals führende SDS-Funktionär Günther Amendt … Weiterlesen

Antje Vollmer: «ökologische Rat»

6. Februar 1994, ZDF, 22.50 Uhr Moritz Nestor

«Ich glaube, dass die Verfassung der Bonner Republik, dass die aus der Lehre gekommen ist, dass man vor allen Dingen den Einzelnen schützen müsste. Das heisst, die ganze Verfassung ist gegen die Diktatur und die Erfahrung des Missbrauchs von Gemeinschaft geschrieben worden. Deswegen hat sie diesen hohen Rang der Einzelnen. … Weiterlesen

Eldridge Cleaver (1968): Der Mut zum Töten

Eldridge Cleaver (1968): Der Mut zum Töten: Begegnung mit den Black Panther. Moritz Nestor

In seinem Aufsatz „Der Mut zum Töten“ [1] berichtet Eldridge Cleaver, der später bei den Black Pantern eine wichtige Rolle spielen sollte, von seiner ersten Begegnung mit den Panthern im Jahre 1967 auf einer Versammlung des „Bay Area Grassroots Organization Planning Committee“ (S. 41). Cleaver über die Anwesenden: „wir waren die Grassroots, die … Weiterlesen

Gegen das Vergessen! 17. Juni 1953 – 17. Juni 1995

Juni 1995 Moritz Nestor

Im Mittelpunkt des politischen Interesses stand am 17. Juni 1995 der Beginn der Reichsstagsverhüllung in Berlin – Massenschauspiel für Hunderttausende. Der 17. Juni war einst der deutsche Nationalfeiertag zum ehrenden Gedenken an den ersten, durch sowjetische Panzer und Standrecht blutig niedergechlagenen Massenaufstandes gegen den Kommunismus auf deutschem Boden. Die Opfer … Weiterlesen

«Davon weiss ich nichts.» — das KZ Buchenwald vor 1945 unter Hitler und nach 1945 unter Stalin

1995 Moritz Nestor

Wer heute in Weimar die Buslinie hinaus nach Buchenwald nimmt, trifft draussen acht Kilometer vor der Stadt Goethes und Schillers auf die Überreste des ehemaligen Konzentrationslagers. Von den ehemaligen im Halbkreis angeordneten SS-Kasernenbauten gelangt man zum Lagertor, unter der SED Diktatur mit einem Bild von Ernst Thälmann geschmückt. Am Tor … Weiterlesen

Die Väter der Chaos-Theorie: Edward Bernays «Propaganda» (1928)

Moritz Nestor

Edward Bernays (1928): Propaganda. 3. Auflage 2011. Orange Press. [erste deutsche Übersetzung] In seinem Artikel «Die Blindheit der Europäischen Union gegenüber der Militärstrategie der USA» (Voltaire Netzwerk, Damaskus, 27. APRIL 2015 ) warnt Thierry Meyssan, die Europäer würden die von den USA verwendet «Chaostheorie», «die dem Philosophen Leo Strauss entlehnt wurde», nicht studieren und daher die … Weiterlesen

Den Kindern den Weg ins Leben zeigen. Anleiten und erziehen sind die Aufgaben der Erwachsenen

21. Juli 2015 Michael Winterhoff

Zeit-Fragen: Herr Doktor Winterhoff, Sie haben verschiedene Bücher geschrieben, das letzte trägt den Titel «SOS-Kinderseele». Was ist so alarmierend bei der Entwicklung unserer heutigen Kinder? Dr. Michael Winterhoff: Schauen Sie einmal, wir haben in Deutschland heute schon nahezu 60 % nicht arbeitsfähige Schulabgänger. Das will niemand hören, und niemand will … Weiterlesen

Die „Menschlichkeit des Menschen“ als Ursprung und Ziel menschlicher Entwicklung

Feldkirch 2002 Moritz Nestor

Annemarie Buchholz-Kaiser, Joachim Hoefele, Moritz Nestor, Renata Rapp-Wagner Wo stehen wir heute? Ist die Geschichte der Menschheit nur eine Abfolge von Kriegen? Welchen Kräften verdanken wir Menschlichkeit und Fortschritt? Wie kann es sein, dass wir Heutigen die Welt in einen dritten Weltkrieg zu stürzen drohen, als hätte es die ersten … Weiterlesen

Die Schuhe deines Vaters

12. März 2015, Sankt Lukaskirche, Leipzig Hugo Gevers

Der Rockstar und Liederdichter Gordon Sumner alias „Sting“ beschreibt im Lied „Dead Man’s Boots“ seine eigene Kindheit. Verlockend stehen die Schuh seines verstorbenen Vaters vor der Tür. Sie warten nur darauf, dass der Sohn seine Pflicht tut und die Schuhe anzieht. Im übertragenen Sinne soll der Sohn, indem er in … Weiterlesen

„Das Wunder von Bern“

27. November 2003 Moritz Nestor

Gäb´ es ein Lied, das unser Elend umfasste, Könnt´ ich Euch vielleicht, was wir leiden, erzählen. Dann könnte es sein, dass uns niemand sehr haßte, Und die uns feind sind, würden uns nicht mehr quälen. (Ricarda Huch, 1947)   Vordergründig ein Film über das „Wunder von Bern“: das legendäre Endspiel … Weiterlesen

Sog in den Abgrund oder Hoffnung für die Zukunft …

17. März 2016, die Brücke, Sankt Lukaskirche, Leipzig Hugo Gevers

Es gibt viele Menschen, die Schreckliches erlebt haben. Nicht nur Flüchtlinge, die in Ihrer Heimat Folterung und Hass erleben mussten. Es gibt auch schreckliche Dinge, die sich hinter ganz normalen bürgerlichen Mauern verbergen. Einige Menschen leiden ein ganzes Leben lang von eben solchen Erfahrungen und können so nie wirklich zu … Weiterlesen

«Ein jeder kehr´ vor seiner Tür, und sauber ist das Stadtquartier»

12. März 2013 Moritz Nestor

Am 12. März 2013 gab im Deutschlandfunk Angela Merkel zur Parteispendenaffäre in Köln die Parole aus: Restlos aufklären! Fall reicht weit über Köln hinaus! Korruption liegt vor, jawohl Korruption, nicht nur Spendenaffäre! Eine ganz andere Qualität sei erreicht als beim Spendenskandal unter Kohl. Die listige Schlange hält dem braven Adam … Weiterlesen

Angela Merkel: «Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit»

16. Mai 2005 Zitatauswahl Moritz Nestor

Aus der Rede der Vorsitzenden der CDU Deutschlands, Angela Merkel, anlässlich der Festveranstaltung „60 Jahre CDU“ am 16. Juni 2005, Berlin „Die Verantwortung Deutschlands für die europäische Einigung, für die transatlantische Partnerschaft, für die Existenz Israels – all das gehört zum Kern der Staatsräson unseres Landes und zur Räson unserer Partei.“ … Weiterlesen

Wirtschaft muss die Dienerin der Menschenwürde sein – nicht «freie» Märkte, sondern mitmenschlich geordnete

22. Mai 2002 Moritz Nestor

„Globalisierung“ ist ein ständiger wirtschaftlicher Überlebens- und Konkurrenzkampf und Konzentrationsprozess unter den internationalen Konzernen und innerhalb der Hochfinanz, dessen einziges Gesetz das „Recht des Stärkeren“ ist. Dabei versteckt sich die Globalisierung gerne hinter Etiketten wie „Freiheit“, „Liberalismus“, „Privatisierung“. Sie hat aber radikal gebrochen mit dem echten Liberalismus eines Adam Smith … Weiterlesen

Das zynische Leben des «Dr. Tod» – US-amerikanische Schützenhilfe für die Schweizer «Euthanasie»bewegung

8. Dezember 1998 Moritz Nestor

Die Agenda der «Internationalen des würdigen Sterbens» zeigt klare Planung: In der zweiten Hälfte des Jahres 1998 findet in der Schweiz der Weltkongress der «Euthanasie»gesellschaften statt. Pünktlich hierzu einigt sich die parlamentarische Arbeitsgruppe «Sterbehilfe» der Schweizer Regierung: Patiententötungen durch jedermann, der sich als «hilfloser Helfer» fühlt, solle in Zukunft straffrei … Weiterlesen

Gerhard Schröder – wohin geht die Reise?

1998 Moritz Nestor

Gerhard Schröder gehörte früher zur sogenannten Stamokap-Fraktion (Staatsmonopolkapitalismus), das heisst zum äussersten linken marxistischen Flügel der Jungsozialisten. 1978 wurde er in dieser Eigenschaft zu deren Bundesvorsitzenden gewählt. Die Stamokap-Fraktion war der Flügel der Jungsozialisten, der seine zentralistisch-diktatorischen Wirtschaftsvorstellungen von der DDR-Regierung und von Moskau übernahm. Es ist daher kaum Opportunismus, … Weiterlesen

Wenn der Mensch zu teuer wird …!

9. März 1997 Moritz Nestor

Die Fa. Hoechst und die US-amerikanische Universität von Michigan haben unlängst mit dem unsittlichen Patent auf eine neue Giftmischung für die Tötung von Patienten von sich reden gemacht hatte (vgl. Zeit-Fragen Nr. ….). Auch in der Computerbranche scheint längst die Skrupellosigkeit erwacht zu sein, an den Folgen der „Euthanasiekampagne“ gut … Weiterlesen

Was ist uns teuer?

11. Oktober 1996 Moritz Nestor

Deutschland hat etwa 100´000´000 Franken ausgegeben, bis die Panzer der ehemaligen «Nationalen Volksarmee» der DDR verschrottet waren. Gleichzeitig begann man, im Gesundheitswesen zu sparen. Man hat also lieber veralteten Schrott beseitigt, als dringend benötigtes medizinsiches Gerät anzuschaffen. Das ist sicher nur ein Beispiel, aber es zeigt eine brutale Wertentscheidung: Schrott … Weiterlesen

1945 Buchenwaldchronologie – vergessenes Kapitel Stalinismus

3. August 1996 Moritz Nestor

„Wir haben gedacht, wenn die russische Besatzungsmacht sich um diese illegale Betätigung kümmert und die Leute verhaftet, dann sind wir sie los.“ Otto Grothewohl, Begründer der Ost-SPD, auf der 11. Tagung des Parteivorstandes der SED am 29./30. Juni 1948 über die Verfolgung von Sozialdemokraten und anderen, die sich nicht dem Diktat … Weiterlesen

Frage eines Lesenden

23. Juni 1995 Moritz Nestor

Während der zweiten, der roten Diktatur auf deutschem Boden sass Xing-Hu Kuo siebeneinhalb Jahre als Opfer der berüchtigten SED-Justiz im unmenschlichen Zuchthaus Bautzen II. Nach der Wiedervereinigung verlor er aus formalen Gründen einen Prozess um die Zahlung einer Haftentschädigung durch die SED/PDS, worauf die Anwälte der PDS von Xing-Hu Kuo die … Weiterlesen

Verwendung des Begriffes «Seuche» zur Verächtlichmachung von Menschen im «Dritten Reich»

1994 Zitatauswahl Moritz Nestor

Der Stürmer. Sondernummer 1., 12. Jahr, Nürnberg Mai 1934 S. 2: Artikel „Der Kampf des Stürmer“ Die Welt soll vom jüdischen Volk als einer „Völkerpest“ befreit werden. S. 12: Artikel „Mordplan gegen Adolf Hitler“ Man müsse die „jüdische Weltpest unschädlich“ machen.     Der Stürmer. 11. Jahr. Nr. 42. Nürnberg … Weiterlesen

1940 Fritz Lenz: «Die Definition der Begriffe Krankheit und Gesundheit wird zweckmäßig letzten Endes … auf die der Rasse bezogen.»

1940 Zitatauswahl Moritz Nestor

Lenz, Fritz. Allgemeines über Krankheit und krankhafte Erbanlagen. In: Baur-Fischer-Lenz. Menschliche Erblehre und Rassenhygiene. Band I, 2. Hälfte. Erbpathologie. München/berlin 1940 [Lehrbuch für Ärzte]   S. 1 «Es ist kennzeichnend für lebende Wesen, daß sie in ihrer Bauart und in ihren Reaktionsweisen im allgemeinen an ihre Umwelt angepaßt sind; [. . .] Nicht … Weiterlesen

Stadtindianer-Kommune

1979 Zitatauswahl Moritz Nestor

Teil der Antipsychiatrie-Bewegung   «Erinnern wir uns noch an die Antipsychiatrie-Bewegung? Ihr gehörten namhafte Ärzte an, die psychische Krankheiten als gesellschaftliche Konstrukte betrachteten und die Auflösung aller psychiatrischen Kliniken verlangten. Das war in den 1970er und 80er Jahren, als Gedanken-Experimenten keine Grenzen gesetzt wurden und man sogar über die Sexualität … Weiterlesen

Herbert Marcuse: Umerziehung durch Fernsehen

1969 Zitatauswahl Moritz Nestor

«Man könnte das Fernsehen ebensogut für die Umerziehung der Bevölkerung einsetzen.»   «Von sich aus sind die Massen nicht revolutionär … Die Revolution erfordert zuerst das Entstehen eines neuen Menschentypus mit Bedürfnissen und Bestrebungen, die sich qualitativ von den aggressiven und repressiven Bedürfnissen der bestehenden Gesellschaft unterscheiden. … Es kommt … Weiterlesen

1966 Che Guevara: «Alles in Feuer und Blut ersticken, bis die Wanzen, die sich vom Schweiß der anderen mästen, verreckt sind.»

Zitatauswahl Moritz Nestor

Der französische Journalist Jean Marclilly interviewte 1966 Che Guevara in dessen Versteck im Dschungel Venezuelas , ehe der Guerilla- Führer seinen Feldzug in Bolivien begann.   Der Spiegel veröffentlichte am 29. Juli 1968 (Nr. 31/68) Teile daraus:   Niemals konnte ich mich damit abfinden, daß ein Mensch sein Leben lang … Weiterlesen